Kirchkreis Riethüsli-Hofstetten

Paritätisch genutzt: eine Kirche zwei Konfessionen

IMG_20190820_112028 Leitartikel1<div class='url' style='display:none;'>/kirchkreis/riethuesli-hofstetten/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-sgc.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>6</div><div class='bid' style='display:none;'>170</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>
Im Riethüsli an der Gerhardtstrasse 9 feierten am 18. August ca. 140 Menschen unterschiedlicher Konfession die Eröffnung der paritätisch genutzten Kirche.
Elisabeth Weber,
Mit dem Gottesdienst mit katholischen und reformierten Elementen und dem vom Quartiervereinsvorstand organisierten Apéro hat ein neuer Abschnitt auf unserem ökumenisch geprägten «gmeinsam»-Weg begonnen. Mit einem herzlichen «Willkommen daheim» fasste Nadeshna Ley, Kivo-Mitglied und Präsidentin der Kirchkreiskommission, die Stimmung der Festgemeinde treffend zusammen. Was die rund 80 Riethüslerinnen und Riethüsler im Rahmen des Dialogforums, eines Begegnungsabends im Sommer 2012 noch als Vision auf einem Flipchart-Blatt festhielten, ist seit besagtem Sonntag Alltag geworden. Reformierte und katholische Christen und Christinnen haben im gleichen Kirchenraum ein Daheim gefunden. Weder die eine noch die andere Konfession hat, was die Anzahl der Gottesdienste betrifft, Abstriche zu machen. Mit verbindlichen Absprachen war die Organisation der gemeinsamen Raumnutzung ein Kinderspiel. Es sei anbei angemerkt: In den 7 Jahren, die zwischen dem Sommer 2012 und dem Eröffnungssonntag liegen, wurde bereits viel «Gmeinsam»-Kultur aufgebaut, die den Boden für einen verbindlichen ökumenischen Weg geglättet haben. Der im Frühling 2013 auf 5 Jahre von den Verwaltungen beider Kirchgemeinden unterzeichnete Vertrag konnte im Frühling 2019 inhaltlich vertieft und für eine Laufzeit von weiteren 10 Jahren von beiden Verwaltungen verabschiedet werden. Es wurden ebenfalls auf struktureller Ebene Anpassungen vorgenommen. Eine Betriebskommission regelt personelle und finanziell bauliche Fragen, die MitarbeiterInnen arbeiten im ökumenischen Hausteam kollegial und mit herzlichem Einvernehmen miteinander. Sowohl die Mitglieder der Kirchkreiskommission wie auch jene des Pfarreirates wachsen zu einem gemeinsamen Gremium zusammen, das sich aktuell am Konstituieren ist. Auch wenn am 18. August ein wegweisender Abschnitt in unserer «Gmeinsam»- Geschichte begonnen hat, geht die Suche weiter. Die zweite Umgestaltungsetappe des Kirchenraumes steht auf unserer Agenda so wie die Vertiefung des ökumenischen Dialoges.
Verantwortlich: Vreni Fehr
Bereitgestellt: 01.10.2019