St. Gallen Centrum

Jahreslosung 2026: Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5)

Foto Leitartikel_LEC_nick-fewings-unsplash (Foto: Sabrina Koller)
«Immer muss alles neu sein und anders gemacht werden. Da habe ich schon grosse Mühe!»
So machte sich Herbert im Gespräch Luft. Was gut ist, dürfe doch auch so bleiben und müsse nicht verändert werden. Er bezog es vor allem auf politische Entscheide und gesellschaftliche Entwicklungen: AHV, Krankenkasse und Social Media waren seine Themen. Ich hörte aber auch die Überforderung mit Veränderungen, die ihn in seinem Alltag betreffen. Alles sei so kompliziert geworden. Das kann ich nachvollziehen. Herberts Wunsch, dass doch alles so bleibt, wie er es kennt und für ihn gut ist, ist durchaus verständlich.
Die Jahreslosung für das Jahr 2026 verspricht nun aber doch grosse Veränderungen. Der Seher Johannes hört eine Stimme: Siehe, ich mache alles neu! Und sie spricht weiter: Gott wird jede Träne abwischen von ihren Augen. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Klagegeschrei und keinen Schmerz. Denn was früher war, ist vergangen.
Welch grosse Worte! Sie sind ein Versprechen, das menschliche Vorstellung weit übersteigt. Alles wird neu und anders. Jegliche Tränen sollen abgewischt und getrocknet werden. Es wird keine Gründe zu weinen mehr geben. Und der Tod wird nicht mehr sein und darum auch kein Vermissen, kein Jammer und kein Schmerz. Vielleicht spricht Johannes vom Himmel, von einer Zeit nach unserer Zeit. Doch diese Worte wollen nicht nur vertrösten auf später, sondern entfalten auch im Hier und Jetzt grosse Kraft. Dann, wenn das Leben nur noch schwer und schwierig ist und sinnlos erscheint. Diese Worte ermutigen und befähigen, durchzuhalten – aller Widrigkeit zum Trotz.
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu. «Ich bin da und weiss um alles, was dem Leben entgegensteht.» Um dies zu sehen und zu spüren, brauchen wir einander. Damit dies ein Stückchen wahr werden kann, sind wir aufeinander angewiesen. Wir können und sollen uns daran erinnern und es uns immer wieder zusprechen, dass schwere und schwierige Zeiten nicht für immer so bleiben. Veränderungen sind möglich! Neues ist versprochen!
Ein Wunsch für 2026: Was gut ist kann bleiben. Es muss nicht alles anders sein – nicht nur für Herbert. Doch fürs Schwierige und Schwere gibt’s das versprochene Neue.

Text: Cathrin Legler
Foto: Nick Fewings auf Unsplash


Sabrina Koller (Foto: Sabrina Koller)
Verantwortlich: Sabrina Koller
Bereitgestellt: 28.12.2025