St. Gallen Centrum

Gästebetreuung - Freiwilligenarbeit in der Laurenzenkirche

Foto Leitartikel Sept Präsenzdienst_B. Känel (Foto: Sabrina Koller)
Es ist 11.25h und mein Präsenzdienst beginnnt gleich. Die Schlüssel und das Namensschild liegen bereit und es kann losgehen. Die Gästebetreuung startet am Mittag um 11.30h und dauert bis 14 Uhr. Von 16-18 Uhr findet ein zweiter Dienst statt. Insgesamt sind wir eine Truppe von 16 Personen (auf dem Foto fehlen 5 Personen).
Zu den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt St. Gallen gehört natürlich auch die Laurenzenkirche. Da treffen sich Gäste aus aller Welt und staunen, wie schön dieses Gotteshaus ist. Oft wollen die Besucher mehr über den Neugotischen Bau wissen und wir geben Auskunft. Eine Dame aus dem tiefsten, katholischen Bayern wundert sich, dass hier kein Altar und kein Kreuz zu sehen ist. Ich erläutere ihr einige Dinge über die Reformation. Sie schaut skeptisch und meint:» Jo mai, san die denn a gläubig?» So erleben wir oft schöne und lustige Momente mit den Besuchern. Anhand der Ausstellung in der Südlaterale können wir viele weitere Fragen beantworten. Und natürlich ist die neue Orgel ebenfalls ein Publikumsmagnet. Vielen Gästen zeigen wir den Weg zur Kathedrale, zur Stiftsbibliothek, zum Textilmuseum, den Weg zu den Drei Weihern etc. und verteilen Stadtpläne.

Zu unseren Aufgaben gehört auch der Verkauf von Ansichtskarten, CD’s, Heimosterkerzen und das Buch über die neue Orgel. Auch der Kerzentisch im Kirchenraum muss überwacht und mit neuen Kerzen aufgefüllt werden. Die Laurenzenkirche liegt direkt am Pilgerweg. Somit bekommen die Pilger bei uns auch den begehrten Stempel.

An den Mittwoch-Mittags-Konzerten und an den Vesper-Veranstaltungen stehen zwei von uns Freiwilligen für das Entgegennehmen der Kollekte zur Verfügung. Das ist auch immer ein schöner Einsatz in Verbindung mit dem Genuss von Musik.

Wir Freiwillige leisten also auch einen wichtigen Beitrag zum Tourismus der Stadt St. Gallen. Man könnte fast sagen: Wir sind die kleine Filiale von Bodensee-Tourismus.

Text: Joana Wöstenfeld
Foto: Bea Känel