Evang.-ref. Kirchgemeinde
St.Gallen C
Magnihalden 15
9004 St.
Gallen
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Erhalt und Unterhalt unserer Kirchen01.01.1970 bis,Erhalt und Unterhalt unserer KirchenDie wohl schönste Aufgabe der Liegenschaftsverwaltung in einer Kirchgemeinde ist der Unterhalt der Kirchen. Dazu benötigt es nebst den technischen Kenntnissen die notwendige Liebe zur Historie, den entsprechenden Materialien sowie kompetente Fachleute. Hier einige Beispiele aus der täglichen Praxis: Die Renovation von Portalen und Türen an unseren Kirchen. Sie sind aus edlem Holz hergestellt und oft aufwändig verziert. Der Witterung und schädigenden Umwelteinflüssen ausgesetzt, brauchen sie regelmässige Pflege und Unterhalt. Historische Bauten benötigen spezielle Aufmerksamkeit von der Liegenschaftsverwaltung. Auch legt der Denkmalschutz viel Wert auf Authentizität. Der Unterhalt der Kirchen ist mit grossem finanziellem Aufwand verbunden. Kirchtürme sind durch das Läuten der Glocken immer wieder in Schwingung und entsprechend konstruiert. Das Glockenläuten selbst ist heute eine rein technische Angelegenheit. Die Festtagsdaten werden in die Läutautomatik einprogrammiert. Wenn einmal aus nicht erklärbaren Gründen die Glocken zur Unzeit läuten, werden die Menschen aufgeschreckt, nicht nur das kirchliche Personal. Zeigt sich da nicht, wie tief verankert das Glockengeläut der Kirchen in unserer Zeit doch noch ist? Die christliche Kultur der Glocke in Europa geht auf irische Mönche im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. zurück. Im frühen Mittelalter wurde es üblich, Glocken auf Klosterkirchen und später auch auf anderen Gotteshäusern zu platzieren. Seit dem 10. und 11. Jahrhundert entstanden hohe, zum Tragen des Glockenstuhls errichtete Türme. Auf Kirchtürmen wurden erst Jahrhunderte später Uhrwerke von Turmuhren montiert. In der Neuzeit nahm auch im europäischen Raum die säkulare Verwendung von Glocken zu. Eine weitere wichtige Aufgabe ist das Heizen der Kirchen. Damit unsere Kirchgänger angenehmes Raumklima antreffen, bedarf es einem ausgeklügelten System. Wände von historischen Kirchen weisen kaum eine Dämmung auf und sind daher im Winter erheblich kälter als die Raumluft. Durch die beträchtliche Höhe des zu beheizenden Kirchenraumes entsteht Zugluft, durch aufsteigende warme Luft und Kaltluftabfall. Deshalb werden Kirchen vom Kirchgänger oft als zugig und zu kalt empfunden, obwohl die Lufttemperatur ausreichend wäre. Kurz gesagt. Was sich für den Menschen angenehm anfühlt, ist für Orgeln, Kunstverglasungen, Stuckaturen und Mauerwerk mehrheitlich schädlich und da gilt es, die goldene Mitte zu finden. Barbara Bär Liegenschaftsverwaltung |

