Der Brückenschlag von der Reformation ins eigene Leben



Textcollage und Bild: Markus Unholz 

Acht Mitglieder der Kirchkreiskommission St.Georgen haben zusammen mit Pfarrer Markus Unholz je eine Dialogpredigt gehalten zum Thema «Mein Reformiert-Sein heute». Ziel war, das reformatorische «Priestertum aller Gläubigen» in freier Form weiterzuführen. Eine Textcollage vermittelt Eindrücke davon. 

«Als Atemtherapeutin beschäftige ich mich seit Jahren mit dem Atem. Es geht darum, einatmend gefüllt, genährt, beschenkt zu werden und ausatmend die verbrauchte Luft wieder zu entlassen, uns zu leeren, weil nur diese Leere erneute Fülle zulässt. Die Luft, der Wind, der Hauch – dies alles ist ein Bild für die Ruach, den Heiligen Geist, der bekanntlich weht, wo er oder sie will.» (Edith Wunderlin)
«Das göttliche Gebot gilt es in geistiger Freiheit, losgelöst von gesetzlichen Ketten, aufgrund des eigenen Gewissens zu bestätigen – so wie auch wirklicher Glaube nur in Freiheit möglich ist.» (Christoph Rohner)
«Ich bin mir bewusst, dass Gott auch in leisen Tönen zu uns sprechen kann. Vielleicht müssen wir dazu nur unsere Ohren und Augen etwas mehr öffnen. Denn zu sehen und zu hören gibt es immer etwas, was wir mit Gottes Hilfe ausführen können, und es dabei nicht als Pflicht, sondern als Freude erleben dürfen.» (Ursula Allenspach)
«Ich möchte als Christ meinen Teil zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur übernehmen – sei dies, dass ich bewusst einkaufe oder dass ich den Garten möglichst biologisch bebaue. Für mich heisst dies, dass ich meinen freien Willen dafür brauche, die Schöpfung zu pflegen und zu schützen – auch in der Verantwortung für die Mitmenschen und solche, die nach mir kommen.» (Jonathan Zwygart)
«Ich konnte und durfte zwei Menschen das Leben retten. Ich habe noch nie in meinem bisherigen Leben so intensiv gespürt, wie ich von Gott behütet, beschützt und geführt werde.» (Jürg Lehmann)
«Jesu Leben und Wirken kann uns eine Quelle von Kraft und Inspiration sein im Arbeiten an einer besseren Welt. Und auch im sorgsamen, versöhnlichen Umgang mit uns selbst.» (Marianne Huber)
«Im Gottesdienstbesuch gibt es schöne Zeitfenster zum Innehalten und um zur Ruhe zu kommen.» (Jrene Köppel)
«Ich bin weitergegangen in meiner Suche nach Sinn. Immer wieder nahm mich jemand an die Hand. Meine Mutter, mein Lehrer, mein ehemaliger Partner, mein Pfarrer, Freunde, meine Kinder…» (Antje Ziegler)