Gesucht: ein Sozialdiakon/eine Sozialdiakonin (30%)

 

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Aktuelles

23.09.2015 Ökumenischer Eltern-Kurs „Staunen. Fragen. Gott entdecken.“

Mittwoch, 23. Sept., 21. Okt., 4., 18. Nov., 19.30-22 Uhr Kursabende Freitag,  27. Nov.,...[mehr]


10.09.2015 Basics des christlichen Glaubens

13 Abende (vom 13. August 2015 bis 10. März 2016) zu Grundthemen unseres Glaubens, mit Referat und...[mehr]


08.09.2015 Lesegruppe Anselm Grün: Wege durch die Depression

jeweils Dienstag 08.09./22.09./20.10./03.11./17.11./01.12.201519.30 Uhr Centrum St....[mehr]


28.08.2015 Laurenzen Konzerte 2015

Details finden Sie in unserer neugestalteten Broschüre[mehr]


23.08.2015 Orgelspaziergang mit Verena Förster

23.08.2015 18:00 Kirche St.Mangen

Nach dem großen Erfolg im Jahr 2010 wird am Sonntag, den 23. August, wieder zu einem...[mehr]


13.08.2015 Basics des christlichen Glaubens

13 Abende (vom 13. August 2015 bis 10. März 2016) zu Grundthemen unseres Glaubens, mit Referat und...[mehr]


15.07.2015 Zwei neue Mitglieder für die Kirchenvorsteherschaft

An der Kirchgemeindeversammlung vom  26. April 2015 wurden zwei neue Mitglieder in die...[mehr]


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Aus der Gemeinde

Geschichten aus der Sozialdiakonie:
Wir vertreten die Würde und Gleichwertigkeit jedes Menschen.

"Wissen Sie, eigentlich habe ich mich mein Leben lang von den meisten Menschen missverstanden gefühlt." So erklärt ein Mann sein Lebensgefühl und warum er sich je länger desto bedrohter fühlt, angesichts der desolaten Nachbarschaft, den Betreibungen und der gesundheitlichen Anfechtungen. In diversen Besprechungen findet er zur Überzeugung, dass er eine Veränderung riskieren will, und es gelingt ihm auch, - teilweise mit vereinten Kräften – sie trotz Rückschlägen umzusetzen. Das erleben wir immer wieder: Eine festgefahrene Situation lässt sich nur schwer verändern. Gelingt es doch an einer Ecke, erhöht es den Selbstwert, und plötzlich werden Ressourcen frei, um weitere Themen aktiv anzugehen, zum Beispiel ein Entschuldungsverfahren - oder die Bereinigung einer verqueren Beziehung oder...

Gelegentlich kommen wir in Kontakt mit Menschen aus dem Strafvollzug. Sie stehen oft buchstäblich mit nichts da: keine Wohnung, kein Geld, keine Arbeit, keine Freunde, kein Vertrauen. Das ehrliche Bemühen um einen Neuanfang wird schwer auf die Probe gestellt. Gespräche über die Strukturierung des Tagesablaufes, Hilfe bei der Arbeitssuche und auch mal eine finanzielle Überbrückung tun hier Not. Wenn es am Schluss eines Gesprächs heisst "Uff, das hat sich jetzt aber gelohnt; mir ist schon etwas leichter", dann sind auch wir für unsere Geduld belohnt. Und wenn gar Monate später ein E-Mail kommt („Ich habe jetzt wieder eine feste Stelle. Dass Sie mir damals eine Chance gegeben und einen Neubeginn zugetraut haben, hat mir sehr geholfen.“), dann ist das eine Freude. Zumal wir auch negative Verläufe zu verkraften haben.

Die Begleitung auf Ämter für Personen, welche die deutsche Sprache nicht so beherrschen, dass sie wirklich verstehen, gibt Sicherheit in delikaten Situationen. Eine Ausländerin, geschieden und alleinerziehend mit Schulkindern, bemüht sich um Integration und gesellschaftlichen Anschluss. Vermittlung und Finanzierung eines Sprachkurses erhöhen auch ihre Arbeitschancen. Sie setzt alles dran, unabhängig zu werden und braucht Hilfe dabei. – Wobei auch viele Schweizer/innen sich schwer tun mit dem Amtsdeutsch und dem immer aufwändigeren Formulartiger und zu deren Interpretation und Bewältigung um unsere Hilfe bitten.

Eine IV-Rentnerin lebt einiges stabiler, seit sie uns die Renten- und Lohnverwaltung überlassen hat. Dank seelsorgerlicher Begleitung und der Teilnahme an einem Glaubenskurs hat sie neue Lebenshoffnung geschöpft. Sie hilft tatkräftig mit am Kirchgemeindefest. Sie bezieht eine neue Wohnung und hat plötzlich wieder Ressourcen, auch ihre Arbeitssituation zu überdenken. 

Ein junger Sozialhilfebezüger hat in schwierigen Monaten unsere Unterstützung erfahren und möchte nun seinerseits jemandem Zeit und Hilfe schenken. Dies passt zur Anfrage einer gehbehinderten Dame, welche uns um einen starken Begleiter für gelegentliche Schritte aus dem Haus angefragt hat. Die beiden verstehen sich gut miteinander.

Ein junger Mann hat endlich wieder eine Arbeitsstelle gefunden. Nun holen ihn aber die finanziellen Schwierigkeiten der vergangenen Jahre ein, und er bittet um Hilfe, hat er doch keinerlei Angehörige. Der Arbeitgeber zeigt Verständnis und bietet Hand. Es ist ihm ein Anliegen, dass es seinen Angestellten gut geht und sie leistungsfähig sind. Ob die Schuldensanierung erfolgreich ist, wird die Zukunft weisen.

Daniel Bertoldo, Regula Sandgaard-Leumann