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Aktuelles

Aus der Gemeinde

Kirche mit Baugerüst

Diakonie verbindet

von Daniel Menzi

Seit bald einem halben Jahr arbeite ich in einem Teilpensum im Diakonie und Sozialdienst. Von dieser neuen Tätigkeit habe ich in der evangelisch- reformierten Kirchgemeinde Gais, meiner zweiten Anstellung, einmal berichtet. Letzthin meinte eine Fünftklässlerin: “Herr Menzi, wenn sie in St. Gallen den Armen Geld verteilen, dann können sie ja auch uns etwas Geld schenken.“ Dem Schein nach hat der Schülerin dieser Aspekt besonders gefallen. Also musste ich mit meinen Ausführungen etwas Ausholen. Das Finanzielle dient lediglich als Hilfsmittel zur Verbesserung von schwierigen Lebensumständen.
Nein, Diakonie verbindet, so wie etwa die landesweite diakonische Kampagne „Hoffnungsstreifen - Diakonie verbindet“, dies vor zwei Jahren gezeigt hat. Auf öffentlichen Werbeflächen wurde mit Plakaten geworben. Die Aktion hat in vielen Kirchgemeinden und kirchennahen Organisationen bereits bestehende diakonische Tätigkeiten für einmal in den Mittelpunkt gestellt. Mittels und Dank der Aktion konnten neue innovative Projekte realisiert werden.
Ein klassisches Beispiel greift Jesus im Gleichnis vom barmherzigen Samariter auf. Mit diesem Gleichnis habe ich den fragenden Kindern meine Arbeit dargelegt. Der Samariter hat zuerst das Dringlichste getan. Er hat dem Verletzten die Wunde verarztet, ihn in die Herberge gebracht, gepflegt, dem Wirt übergeben und vor seiner Weiterreise die künftigen Kosten der Pflege bezahlt. Der Wirt hat den Verletzten schliesslich wieder gesund gepflegt.
Zurzeit ist der Turm der Laurenzenkirche von einem Baugerüst umgeben. Das Bild hier zeigt eine Kirche im Gerüstkleid. Für mich ist es Sinnbild einer Kirche, die vom Leben zeugt. Das Bild weist auf vielseitige Tätigkeiten in einer Gemeinde hin. Ein weiterer  Aspekt von „Diakonie verbindet“ deutet auf eine Vielzahl von Arbeitsfeldern hin. Diakonisches Handeln kann daher nur schwer einem klassischen Beruf zugeordnet werden. Oft geschieht diakonisches Handeln in unbezahlbarer und hingebungsvoller Freiwilligenarbeit. Desto mehr verbindet Diakonie: Zuerst Menschen miteinander, Gott in der frohen Botschaft für seine Geschöpfe und in berufsübergreifenden Arbeitsfeldern.
Ja, mein Alltag in Eigenschaftswörtern formuliert ist abwechslungsreich, vielschichtig, spannend und herausfordernd, aber immer bin ich mit Menschen verbunden. Und das freut mich.