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27. 5. 2013 Einladung zum Konfirmandenunterricht 2013/2014

Nach den Sommerferien beginnt  der Konfirmandenunterricht. Die Pfarrerin und Pfarrer freuen...

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23. 4. 2013 Was tut ein Pfarrer, wenn er nichts tut?

Chicago liegt direkt an einem grossen See, Hektik und Entspannung liegen nahe...

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Aus der Gemeinde

Restauration der Kirche St.Mangen

Die Kirche St.Mangen hat eine  bewegte Geschichte hinter sich und gilt heute als das älteste Gebäude auf städtischem Boden. Heute noch besticht sie durch den einfachen kreuzförmigen Grundriss, durch den eher nüchternen Innenraum mit wenig Gestaltungselementen aber edlen Proportionen und durch den romanisch bis klassizistischen Stil. 

890 wurde St.Mangen als Memorialkirche zu Ehren des heiligen Magnus, eines Mönchs im Kloster St.Gallen, auf einem Hügel nördlich der Stadt erbaut. Ab 916 beherbergte sie in einer an die Kirchenmauer angebauten Klause die alemannische Adelige und Märtyrerin Wiborada, die 926 beim Einfall der Ungaren erschlagen wurde. Das ursprüngliche Gebäude wurde im 11. Jahrhundert umgebaut und vergrössert und im 15. Jahrhundert, mit dem Wachstum der Ira-Vorstadt, in die Stadtbefestigung von St.Gallen einbezogen. Beim Stadtbrand von 1418 brannte der Dachstock aus, die Aussenmauern blieben jedoch stehen und dienten als Fundament für einen neuen Kirchenraum. Während der Reformationszeit wurden die Bilder entfernt und die Kirche durch Abkurung unter die Hoheit des Rates der Stadt gestellt. Bald galt St.Mangen auch als Friedhofskirche – alte Bilder belegen den Friedhof im heutigen Pärkli. Und seit dem 16. Jahrhundert fanden periodisch auch andere christliche Gemeinden, wie die christkatholische, die griechisch-orthodoxe und die methodistische Gemeinde, hier Aufnahme – bis heute sind die Gottesdienste der Eglise française geblieben. 1898 wurde St.Mangen erneut einer Renovation unterzogen. Bei der Innenrenovation von 1946/47 wurde die Orgel vom Chorraum auf die Empore versetzt; 1979 – 82 erfolgte die notwendige Aussenrenovation.

Im Herbst 2011 wurde an der Orgel ein Pilzbefall festgestellt, und die Kirche St.Mangen musste aufgrund einer ersten mikrobiologischen Expertise gesperrt werden. Weitere Untersuchungen erlaubten dann aber eine problemlose Öffnung der Kirche für Besucher wieder, die Benutzung der Orgel blieb weiter untersagt. Bisher hat sich der Pilzbefall auch auf einzelne Stellen der Innenwände und der Kanzel ausgebreitet.

Die Kirchenvorsteherschaft ist sich der Verantwortung gegenüber Kirchbürgern und der Stadt bewusst und kennt ihre Verpflichtung aus dem im Grundbuch eingetragenen Dienstbarkeitsvertrag vom 4. Juli 1983, an der Kirche St.Mangen als Denkmal die nötigen Unterhaltsarbeiten auszuführen. Sie ist somit bestrebt, eine nachhaltige Lösung zu finden, die auch finanziell vertretbar und verkraftbar ist. Die Denkmalpflege aus Stadt, Kanton und Bund werden die Sanierung namhaft unterstützen. Die von der Kirchenvorsteherschaft eingesetzte Kommission hat in der Zwischenzeit mit zahlreichen Fachleuten (Mikrobiologen, Malermeistern, Orgelexperten, Denkmalpflegern, Architekten, Klimafachleuten) die bestehende Problematik abzuklären versucht, um Ursachen, Auswirkungen und die nachhaltige Bekämpfung des Schimmels festzustellen. Die gründliche Reinigung der Orgel und Holzelemente und der notwendige Neuanstrich der Wände müssen ergänzt werden mit flankierenden Massnahmen zur späteren Belüftung und Heizung. In den nächsten Wochen werden also die baulich notwendigen komplexen Sanierungsarbeiten aufgenommen, um die Kirche als Baute zu erhalten und wieder einsetzbar zu machen.

Sowohl die Kommission wie auch die Kirchenvorsteherschaft stellen gleichzeitig auch grundsätzliche Nutzungsüberlegungen an: Soll St.Mangen langfristig zur Multifunktionskirche umgestaltet werden? Sollen andere Nutzungen zugelassen werden? Zur Entwicklung verschiedener Visionen werden zu gegebener Zeit weitere Kreise miteinbezogen, damit die Kirche St.Mangen schliesslich wieder ein attraktiver Ort und Treffpunkt sein wird.

Ursula Eigenmann